Tipps & Hilfestellungen

Eigene Gefühle erkennen und diese lernen anzunehmen

Zu Beginn möchten wir Dich Willkommen heißen. Wir freuen uns, dass Du Dich mit Deinen eigenen Gefühlen beschäftigen möchtest. Es ist schwierig und benötigt einiges an Übung, sich mit seinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Zuletzt wird es Dich aber ungemein in den unterschiedlichsten Situationen unterstützen.

Es ist offensichtlich, wenn man es ließt, aber bewusst machen müssen wir es uns dennoch wieder und wieder:

Jede Emotion und jede Einstellung hat einen eigenen Auslöser und oft ist es gar nicht der, der es zuerst zu sein scheint. 

Es ist wichtig für Dein Wohlbefinden, dass Du Deine Gefühle zulässt. Doch Gefühle können stark werden. Mit etwas Training kannst Du lernen sie zu kontrollieren, sodass sie Dein Handeln nicht dominieren. 

Und bitte nicht verwechseln: Das Kontrollieren der Gefühle hat nichts mit dem Unterdrücken Deiner Gefühle zu tun.

Versuche Dir zu aller erst bewusst über Deine Gefühle zu werden. Welche einzelnen Gefühle verspürst Du? Schreibe sie Dir auf oder erzähle Deiner Vertrauensperson davon. Konzentriere Dich dabei ausschließlich auf Dich und horche in Dich hinein. Wenn Du Deine Gefühle formulierst, dann probiere möglichst viele Adjektive zu verwenden. Beschreibe sie in Farben, Formen, schreibe ein Lied auf, an das Du denkst, lass Deinen Gedanken freien Lauf. Wenn Du das Bedürfnis hast, Schimpfwörter zu einzusetzen, dann nutze sie. 

Solltest Du Deine Gedanken in ein Tagebuch schreiben, so achte darauf, dass Du es so verstaust, dass Du darauf vertrauen kannst, dass es niemand findet. Das hat den Hintergrund, dass Du ansonsten Gefühle unterdrücken könntest. 

Wenn Du Dir unsicher bist, was Du fühlst, dann versuche auf Deine Körperhaltung zu achten und in den Spiegel zu schauen, um zu sehen, was Du fühlst. Beißt Du Deine Zähne aufeinander und drückst Deine Fingernägel in Deine Handinnenfläche, so bist Du vermutlich angespannt. Suchen sich Tränen den Weg über Deine Wange, dann bist Du möglicherweise traurig oder auch erschöpft. Vielleicht ist es auch so, dass Du gerade gar nichts fühlst. Das ist eine Art Schutzmechanismus Deines Körpers. Die Emotionen, die darauf warten sich zu zeigen, sind wahrscheinlich etwas stärker und warten bis Du soweit bist. Dein Körper ist Dein Freund oder Deine Freundin. Ihr seid ein Team, ihr arbeitet zusammen.

Nachdem Du alle Deine Gefühle gespürt hast, versuche in Dich zu horchen und zu fühlen, woher die Gefühle kommen. Oft haben die eigenen Gefühle eine andere Herkunft, als man das im ersten Moment erwartet. Es kann auch sein, dass es ein Gefühl aus Deiner Kindheit ist. Ein ganz altes Gefühl, welches zu einem anderen Zeitpunkt in Deinem Leben Sinn gemacht hat. Über lange Zeit wurde es dann zu einem Muster.

Solltest Du Gefühle haben, die Dir unangenehm sind, dann weißt Du jetzt woher diese kommen. Vielleicht hast Du eine Idee bekommen, wie Du Gefühle und Emotionen fühlen und mit diesen umgehen kannst. Bei Gefühlen gibt es keinen Weg drumherum. Ein Gefühl ist da um gespürt zu werden. Das ist der Sinn des Gefühls. Also geht der Weg nur mitten durch. Wird es weggedrückt, lässt sich der Körper irgendwann etwas einfallen, wie er auf sich aufmerksam machen kann. So entstehen dann zum Beispiel psychosomatische Beschwerden. Das ist eine Art Hilferuf der Seele oder auch der Wink mit dem Zaunpfahl.

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