Tipps & Hilfestellungen

Panikattacke Sofortmaßnahmen

Solltest Du von Panikattacken betroffen sein, oder jemand in Deinem Umfeld findest Du hier Wege, die Dir oder Deinem Gegenüber aus der Panikattacke heraus helfen können. Das wichtigste aber für alle, die beteiligt sind, ist die Ruhe zu bewahren. Wenn Du das als Angehörige*r nicht schaffst, ist das vollkommen in Ordnung. Dir kann dann zum Beispiel helfen, wenn Du Deinem Gegenüber sagst, dass Du ein Glas Wasser oder ein kühles Tuch für die Stirn holst. Das hilft auch Dir, einmal kurz aus der Situation rauszukommen und Dich zu sammeln, wodurch Du der betroffenen Person wiederum bessere Unterstützung bieten kannst. 

Atmung

Bei Betroffenen einer Panikattacke entsteht schnell das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Achte darauf, dass die*der Betroffene nicht nur ein-, sondern auch möglichst ruhig ausatmet. Es kann helfen, einen Fokuspunkt zu suchen (Schaue zum Beispiel einfach nur auf einen Baumstamm). 

Versuche, Deine Atemzüge zu zählen. Zähle von 21 bis 30 und fange dann wieder von vorne an. Wenn Du Dich allmählich beruhigt hast, kannst Du zwischen dem Aus- und Einatmen die Luft anhalten.

Solltest Du eine Betroffene Person während einer Panikattacke begleiten, dann kannst Du die Hände Deines Gegenübers in die Hand nehmen (Vorab immer fragen, ob es in Ordnung ist!) und die Hände drücken, wenn Du ausatmest und die Hände locker lassen, wenn Du einatmest. Atme möglichst laut, sodass die Person hört, dass Du mit ihr atmest. Mache Dein Gegenüber darauf aufmerksam, dass sie Deinem Rhythmus folgen soll. 

Ruhe

Auch wenn Du gerade eine Panikattacke hast, dann bewahre Ruhe. Es ist keine akute Gefahr um Dich herum, mache Dir das bewusst. Probiere Dich mit Entspannungstechniken zu beruhigen. Dafür gibt es beispielsweise Apps für Atemübungen, progressive Muskelentspannung, auch ein Stressball kann helfen. 

Als Angehörige*r kannst Du der betroffenen Person eine sichere Umgebung schaffen und Geborgenheit vermitteln. Sage hierbei niemals, dass es “unnötig” sei, Panik zu haben. 

Lenke die Person im Zweifel auch ab und gib ihr etwas Saures zu essen.

Selbstmitgefühl

Für Panikattacken muss man sich nicht schämen. Es ist in Ordnung und auch richtig, Gefühle zu haben und sie zu spüren. Kämpfe gegen diese nicht an, sondern probiere sie vielmehr anzunehmen und erst danach zu kontrollieren. Akzeptiere und reflektiere sie. 

Nach einer Panikattacke kann es sein, dass Du Dich als betroffene Person stark erschöpft fühlst und vielleicht in Tränen ausbrichst. Auch das ist völlig normal. Versuche hierbei Dich und Deine Reaktion zu akzeptieren und hole Dir eine Bezugsperson, damit Du nicht alleine bist. Alternativ kannst Du Dich auch in so einer Situation an das Sorgentelefon wenden.

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