Tipps & Hilfestellungen

Tod, Verlust und Trauer

Trauer ist nichts Schlechtes, wir benötigen sie, um einen Verlust zu bewältigen. Es tut weh, Jemanden zu verlieren und es entsteht eine Lücke in unserem Leben. Dabei ist es egal, ob sich dieser Verlust über einen längeren Zeitraum ankündigt oder nicht. 

Es ist in Ordnung zu trauern und dem Ganzen Zeit und seinen Raum zu geben, denn Zeit heilt nicht alle Wunden. Allerdings lernen wir über die Zeit, den Verlust in unseren Alltag zu integrieren.

Hier wollen wir Dir den Raum geben, trauern zu dürfen. Wir wollen aber auch Diejenigen unterstützen, die eine andere Person begleiten, Welche einen Trauerprozess durchlebt. 

Für Dich als trauernde Person:

Zu Beginn kann es erst einmal helfen, zu akzeptieren, dass die Trauer, der Verlust und der Schmerz real ist. Jeder Mensch trauert anders und das ist auch richtig so. Gebe Deiner Trauer den Raum, sowie auch die Zeit, die es braucht. Lerne Dich während Deiner Trauer selbst kennen. Achte auf Deine Bedürfnisse und erkenne sie an. Gefühle solltest Du nicht unterdrücken. 

Es ist in Ordnung, wenn man sich Unterstützung holt, einfach um den Alltag zu bewältigen oder das Erlebte zu verarbeiten. Helfen kann Dir dabei eine Trauerbegleitung oder Gruppen wie ein Trauercafé. 

Um Deiner Trauer einen gesunden Raum zu geben, kann es helfen, wenn Du Rituale in Dein Leben einbaust. Vielleicht kann es Dir helfen, eine Kerze und ein Bild aufzustellen, einen persönlichen Brief an die verstorbene Person zu schreiben oder aber auch ein Buch mit all Euren Erinnerungen zu gestalten. 

Neben der Trauer ist aber auch wichtig, dass Du Dich selbst nicht vergisst und Dir bewusst machst, dass Du weiterlebst und das Leben für Dich schön gestalten solltest. Es kann beispielsweise helfen trauerfreie Zeiten einzubauen, wo du Neues erlebst oder altes wieder entdeckst. 

Wir wünschen Dir, dass Du einen Weg für Dich findest und es Dir bald besser geht.

Für Dich als begleitende Person:

Wenn jemand in unserem Umfeld trauert, entsteht schnell die Sorge etwas falsch zu machen. Als Angehörige Person erscheint es uns in dem Fall schnell als einfacher, nichts zu sagen und den Kontakt zu meiden. Jedoch können Trauernde sich durch das Distanzieren eher verletzt als unterstützt fühlen. Zeige, dass Du präsent bist. Frage, ob Du helfen kannst. Ganz besonders kann Hilfe im Alltag sehr unterstützend sein. Du kannst aber auch Unternehmungen oder das einfache da und nicht alleine sein anbieten. 

Frage, welche Bedürfnisse die trauernde Person hat und meide es, wenn die Person nicht fragt, Lösungen oder Ratschläge zu geben. 

Es kann dauern, bis Angehörige offen für Neues sind. Es braucht einiges an Geduld. 

Gestehe der Trauernden Person alle Emotionen zu, ob sie Dir befremdlich sind oder nicht, denn jede*r trauert anders. Beachte daher auch, dass nicht jede Person Trauer zeigt oder darüber spricht. Auch das ist in Ordnung.

Trauerarbeit kann und darf aber auch anstrengend sein. Nimm Dir hierfür die Zeit und den Raum der Erholung, die du selbst benötigst.

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