Tipps & Hilfestellungen
Struktur im Alltag

Ein strukturierter Alltag unterstützt uns dabei, unsere Aufgaben und Ziele im Blick zu behalten und diese umzusetzen. Doch häufig türmt sich der Berg an Aufgaben und Vorhaben, sodass unsere Struktur “zusammenbricht”. Mit diesem Tool wollen wir Dich dabei unterstützen, deine Struktur so aufzubauen, dass sie individuell und für Dich umsetzbar ist.
Vorbereitung – Was will ich?
Zu Beginn solltest Du Dich ein bisschen besser kennenlernen. Ein Großteil der Menschen kann sich in die beiden Kategorien “Frühaufsteher*in” oder “Nachteule” ordnen. Diese beiden Kategorien geben Aufschluss über unser Schlaf- und Konzentrationsverhalten. Stelle Dir die Fragen:
- Wann gehe ich gerne ins Bett?
- Wann stehe ich gerne auf?
- Kann ich mich am Morgen leicht konzentrieren?
Nun solltest Du für Dich erkennen können, wann am Tag Du beispielsweise eher konzentriert und wann Du eher nicht konzentriert arbeiten kannst.
Als nächstes solltest Du Dir Gedanken darüber machen, was Du gerne erreichen möchtest. Stelle Dir die Frage, in welche Bereiche sich Dein Leben und Alltag unterteilen (Beispielsweise: Familie, Beruf, Freizeit, Gesundheit, soziale Kontakte). Beschäftige Dich mit der Frage, was Du in den jeweiligen Bereichen für Dich erleben und erreichen möchtest, sowie, was Du für die Umsetzung benötigst (Wo bin ich, wo will ich hin?).
Organisiere Deinen Lebensraum: Miste Deinen Wohnraum aus.
Mache Dir Gedanken darüber, welche Tätigkeiten Dich entspannen und die Dir Erholung geben.
Planen:
Nachdem Du deinen Rhythmus und Deine Ziele kennengelernt hast, kannst Du beginnen, Deinen Alltag zu strukturieren. Schreibe erst einmal alle alltäglichen Dinge nieder, welche Du täglich oder wöchentlich erledigen musst. Dazu zählen feste Termine, Arbeitszeiten, Haushalt, Hygiene etc. Plane Dir für alle Deine Tätigkeiten einen zeitlichen Puffer ein. Denn wenn wir mal ehrlich sind, kommt immer irgendetwas dazwischen. Bei Deinem Zeitplan können Dich die Tipps Zeitmanagement unterstützen. Lege Dir ebenso Deine Schlafenszeiten und Mahlzeiten fest. Achte darauf, dass Du Dir genug Pausenzeit gibst, um auch einmal durchzuatmen.
Nun steht Dein wöchentliches Grundgerüst. Als nächsten Schritt kannst Du Dir all Deine To-Dos notieren, sie mittels des Eisenhower Prinzips priorisieren und in Deinen Alltag integrieren.

Das Eisenhower Prinzip:
Das Eisenhower Prinzip ist dazu da, um To-Dos zu organisieren, dabei werden Aufgaben wie folg unterteilt:
- Wichtig und dringlich (diese müssen sofort erledigt werden)
- Wichtig, nicht dringlich (diese können später gemacht werden)
- Nicht wichtig, aber dringlich (können vielleicht abgegeben werden)
- Nicht wichtig und nicht dringlich (muss nicht erledigt werden)
Neben der To-Do-Liste kannst Du Dir auch eine Not-to-do-Liste erstellen. Das unterstützt Dich dabei auch nur die Dinge zu tun, die wirklich wichtig sind. Die Not-to-do-Liste sollte für Dich immer sichtbar sein. Auch Rituale beziehungsweise Gewohnheiten helfen Dir, Dich an Dein Vorhaben zu halten. Hier findest Du mehr zu dem Thema: Gewohnheiten ändern
Achte darauf, dass Du neben all Deinen Dingen, die Du erledigen möchtest, Dir auch Zeit für regelmäßige Bewegung und Entspannung eingeräumt hast. Du kannst beispielsweise Yoga machen, joggen, Meditieren oder Tagebuch schreiben.
Kleine Aufgaben: Zum Beispiel kommen bei der Arbeit Emails den ganzen Tag über in unser Postfach, sind schnell erledigt, aber stören uns immer wieder bei der Konzentration. Räume Dir daher jeden Tag ein Zeitfenster ein, in dem Du all Deine Mails beantwortest, die warten können. Der Rest der Zeit ist für das Arbeiten an Deinen wichtigen Aufgaben.
Wichtig ist, dass Du die Zeit, die Du hast, nicht überschätzt. Beachte bei all dem Planen, dass Du am Ende lieber Zeit über haben solltest, in der Du ungeplante Dinge erledigen kannst, als dass Du am Ende enttäuscht bist, weil Du nicht alles geschafft hast. Sei realistisch mit Deinem Vorhaben.
Umsetzen:
So einen routinierten Plan umzusetzen benötigt einiges an Disziplin. Vielleicht findest Du Mitstreiter*innen, mit denen Du Dich gemeinsam motivieren kannst. Außerdem solltest Du jegliche Art von Ablenkung möglichst vermeiden. Versuche außerdem die Komponenten Arbeit und Freizeit zu differenzieren, so gut das für Dich machbar ist.
Am wichtigsten ist es jedoch, dass Du Dir bewusst bist, dass es in Ordnung ist, auch einmal zu scheitern. Nicht jeder Tag kann und wird perfekt laufen. Sei nicht zu streng mit Dir selbst. Step-by-Step! Wir wünschen Dir ganz viel Erfolg bei der Umsetzung.